Vorsicht vor Betrug mit Ferienwohnungen

Konsum

Leider tummeln sich auf Plattformen für Ferienwohnungen immer mehr Betrüger. Sie preisen verlockende Unterkünfte an und kassieren eine Vorauszahlung. Bei der Anreise folgt dann das böse Erwachen: Die Ferienwohnung gibt's gar nicht. Damit Ihnen das nicht passiert, hier ein paar Tipps.

Bildlegende: SKP

Werden Sie misstrauisch, wenn:

  • das Angebot zu schön ist, um wahr zu sein: Eine wunderschöne Wohnung zum Schnäppchenpreis lässt darauf schliessen, dass etwas nicht stimmt.
  • keine Telefonnummer angegeben ist.
  • keine Bewertungen von früheren Mietern zu finden sind.
  • hohe Anzahlungen verlangt werden (zwischen 25 – 30 Prozent sind normal)
  • Sie der Vermieter von der Vermittlungsplattform weglocken will. Die Plattformen haben eigene Kontrollen, die Betrüger entlarven sollen. Schreiben oder bezahlen Sie nicht über die Plattform, fällt diese Kontrolle weg.

Gehen Sie auf Nummer sicher

  • Prüfen Sie auf Google: Der Anbieter, seine Adresse und auch die Adresse des Objekts sollten über Adressverzeichnis und Google Maps verifizierbar sein.
  • Prüfen Sie mit der Internet-Bildersuche, ob das abgebildete Objekt wirklich am vorgegebenen Ort steht. Wie das geht, erfahren Sie hier oder hier.
  • Hilfreich ist auch ein Anruf beim Tourismus-Büro: Gibt es das Objekt? Wird es vermietet? Von wem?
  • Kommunizieren Sie nur über die Buchungsplattform mit dem Vermieter.
  • Überweisen Sie niemals Geld über einen Geldtransfer-Service. Sicherer ist die Zahlung per Kreditkarte. Das zeigt, dass die Firma Partner eines Kreditkartenanbieters ist. Oder per Paypal. Bei diesem Zahlservice können Sie während 45 Tagen die Zahlung zurückziehen.
  • Lesen Sie die Bewertungen aufmerksam und überprüfen Sie, ob sie zum Appartement passen könnten. Auch solche Einträge können natürlich gefälscht sein. Sind sämtliche Kommentare äusserst positiv, werden Sie misstrauisch.

Wenn es passiert ist:

  • Informieren Sie die Buchungsplattform, damit diese das Inserat entfernen kann.
  • Melden Sie den Betrug der nationalen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK). Dafür steht ein Meldeformular zur Verfügung.
  • Sammeln Sie so viele Informationen wie möglich und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Auch wenn das Geld vermutlich weg ist: Je mehr Angaben die Polizei hat, umso grösser ist die Chance, dass die Betrüger aufgespürt werden können.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Maria Kressbach