Olivenöl: Kulinarisches Erbe aus der Antike

Der Olivenbaum gehört im Mittelmeerraum zu den Pflanzen mit der grössten kultur-historischen Bedeutung. Und das aus den Olivenfrüchten gewonnene Öl prägt die Koch- und Esskultur der mediterranen Küchen.

Olivenhain
Bildlegende: Olivenhain auf Kreta mit mehrtausenjährigen Bäumen der Sorte Throumbolia. Patrick Odermatt

Öle und Fette sind ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Da die Urheimat des wilden Olivenbaums im östlichen Mittelmeerraum liegt, war es naheliegend, dass die Menschen, die in diesen Gebieten lebten, vor rund 5‘000 Jahren damit begannen, den Olivenbaum zu kultivieren. In der Folge hat sich der Olivenbaum als Kulturpflanze im ganzen Mittelmeerraum ausgebreitet und ist zu einem prägenden Element der mediterranen Kulturlandschaft geworden.

Das aus den Oliven gewonnene Öl wurde für nicht nur für die Ernährung, sondern auch für die Beleuchtung (Öllampen), für die Körperpflege und in der Medizin gebraucht.

Heute ist das Olivenöl vor allem als Lebensmittel von grosser Bedeutung. An der Spitze der Qualitätspyramide stehen die Extra-Vergine-Öle (auf Deutsch: nativ extra), die mit einem Grand-Cru-Wein vergleichbar sind. Sie werden ausschliesslich mit mechanischen Verfahren direkt aus Oliven gewonnen und müssen absolut fehlerfrei sein.

Ein wirklich hochwertiges, erstklassiges Extra-Vergine-Öl kann nie billig sein, weil die Produktionskosten recht teuer sind. So liegen in Italien allein die Produktionskosten für einen Liter erstklassiges Extra-Vergine-Olivenöl je nach Gebiet zwischen zehn bis fünfzehn Euro. Deshalb kann ein wirkliches Top-Olivenöl nicht weniger als 20 Franken pro halben Liter kosten.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Rudolf Trefzer