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Im Extremfall müssen Ärztinnen und Ärzte entscheiden, wer an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird und wer nicht.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 23.03.2020.
abspielen. Laufzeit 04:59 Minuten.
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Enscheid über Leben und Tod Ethische Leitlinien für Basler und Baselbieter Spitäler

Wie sollen Ärzte entscheiden, wenn alle Beatmungsplätze belegt sind und neue Corona-Patienten diese brauchen?

40 Plätze für eine künstliche Beatmung hat es derzeit am Basler Unispital, 20 sind es am Kantonsspital Baselland. Noch sind nicht alle Plätze belegt. Dies könnte sich jedoch schnell ändern. Dann müssen Ärztinnen und Ärzte entscheiden, wer noch künstlich beatmet wird und wer Platz machen muss für neue Patientinnen und Patienten – ein Entscheid über Leben und Tod, wie er in Spitälern in Italien derzeit an der Tagesordnung ist.

«Es geht dann um ein Abschätzen der besten Überlebenschance», erklärt Christoph Meier, Ärztlicher Direktor am Unispital Basel. Das Alter spiele bei einer ersten Entscheidungsfindung keine Rolle. «Erst in einem zweiten Schritt geht es darum, bei gleichen Überlebenschancen herauszufinden, wer hat nach der Behandlung noch die beste Lebensqualität.»

Es geht dann um ein Abschätzen der besten Überlebenschance.
Autor: Christoph MeierÄrztlicher Leiter Unispital Basel

Wichtig sei für Ärzte und Pflegepersonal, dass in allen Spitälern die gleichen ethischen Standards gelten, hält Tatjana Weidmann, Leiterin der klinischen Ethik am Kantonsspital Baselland, fest. Dies sei derzeit in Italien nicht der Fall, dort spielten bei der Entscheidungsfindung regionale Unterschiede eine Rolle.

Noch ist es in der Region Basel nicht so weit, dass Ärzte und Ärztinnen den äusserst schwierigen Entscheid über Leben und Tod fällen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass ihnen diese Situation erspart bleibt.

Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr; ernb

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3 Kommentare

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  • Kommentar von markus aenishaenslin  (aenis)
    Der Heilige St. Martin macht es vor.
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  • Kommentar von Walter Schmid  (W. Schmid)
    Ich verstehe es einfach nicht. So wenig Plätze und die beiden Kantone holen vier Personen zur Pflege in die Schweiz. Nochmals, sehr tragisch und wahnsinnig was da abläuft. Ich mag die Krankheit keinem Menschen auf der ganzen Welt gönnen. Aber sollte die beiden Spitäler voll sein, werden also vier Bewohner aus der Schweiz nicht behandelt, wegen belegten Plätzen. Wer entscheidet die Aufnahme aus dem Ausland? Dieses Meldungen machen mich wahnsinnig.
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    1. Antwort von Robert Mechera  (Robenius)
      Aber die Elsässer dürfen bei ihnen putzen, an der Kasse stehen, im Lager arbeiten, etc. Alles arbeiten die die gutbetuchten Schweizer nicht gerne machen. Aber wenn sie Hilfe brauchen sind wir nicht da für sie. Wir sind alles Menschen die einander helfen sollten unabhängig der Grenzen. Es gibt nur eine Welt und eine Menschheit!!!!
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