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Es schneit und schneit Der Winter hält Österreich und Deutschland fest im Griff

  • In den Alpen bleibt die Lage wegen des Winterwetters angespannt.
  • Mindestens sieben Menschen starben seit dem Wochenende in Österreich im Schnee. Auch im Osten Deutschlands gibt es winterliche Probleme.
  • Züge stehen still, Lastwagenfahrer stehen über Nacht im Stau, Dörfer sind von der Aussenwelt abgeschnitten – das Winterwetter bedeutet vielerorts den Ausnahmezustand.
Legende: Video In drei bayrischen Gemeinden gilt der Katastrophenfall abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.01.2019.

Wegen der Schneefälle gilt nun in drei oberbayerischen Landkreisen der Katastrophenfall. In dieser Region fallen durch das Wetter auch viele Züge aus. Rund um Berchtesgaden sind immer mehr Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten.

Verschiedene Zufahrtsstrassen sind gesperrt, weil Bäume unter der Schneelast umzukippen drohten. Eine Notversorgung der Bewohner sei eingerichtet, teilten die Behörden mit.

Neunjähriger von Baum erschlagen

Ein neunjähriger Junge ist in Aying bei München von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. In Österreich starben seit dem Wochenende mindestens sieben Menschen im Schnee – darunter zwei Deutsche, die am Sonntag in Vorarlberg von Lawinen verschüttet wurden. Am Mittwoch wurde ein 16 Jahre alter Deutsch-Australier vor den Augen seiner Familie beim Skifahren von einer Lawine in den Tod gerissen.

Unter anderen starben zwei Skifahrer, die bei Stürzen im meterhohen Schnee versanken, sowie zwei junge Schneeschuhwanderer, die am Montag tot unter einem Lawinenkegel gefunden wurden.

Dämpfer für Tourismus

Polizisten retteten in Kaufbeuren (Bayern) einen frierenden Säugling vor dem Schnee und hielten ihn mit einer Uniformjacke warm. Passanten hatten die hilflose Mutter des Kindes betrunken im Schnee neben einem Gehweg entdeckt, die Frau hielt ihr nur unzureichend bekleidetes Baby im Arm.

Schneebedeckte Strasse
Legende: Die Verkehrssituation auf den verschneiten Pässen in Österreich – hier in Thurn – ist mancherorts schwierig. Keystone

Die andauernden Schneefälle in weiten Teilen Österreichs versetzten der Tourismusbranche einen Dämpfer: Bei der österreichischen Wirtschaftskammer ist bereits von einem Minus von 50 Prozent bei kurzfristigen Buchungsanfragen die Rede.

50 Kilometer langer Stau

Auf der A9 in Thüringen kam es in der Nacht zum Donnerstag zu einem zeitweise rund 50 Kilometer langen Stau. Die Fahrer Dutzender Lastwagen mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn verbringen. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes verteilten warme Decken und heisse Getränke. Der Stau löste sich am Donnerstag auch deshalb nur zögerlich auf, weil viele Fahrer erst hätten geweckt werden mussten.

Auch auf der A8 sassen in der Nacht zum Donnerstag Hunderte Lastwagen- und Autofahrer wegen Schneefalls und Glätte fest. Der Verkehr sei dadurch zwischen Ulm und Nellingen in Baden-Württemberg auf einer Länge von etwa 35 Kilometern zum Erliegen gekommen.

Lawine donnert in Hotel Säntis

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Auf der Schwägalp rollte eine etwa 300 Meter breite Lawine am Donnerstagnachmittag in ein Hotelrestaurant und verletzte drei Menschen leicht. Wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mitteilte, suchen die Einsatzkräfte nach möglichen Vermissten. Dabei kommen neben technischem Gerät auch Lawinenhunde zum Einsatz. Am Abend zuvor musste die Suche aber aufgrund starker Schneefälle vorerst abgebrochen werden. mehr

Noch unklar ist, wann der Zugverkehr in Süd- und Ostbayern wieder überall rollt. Weil die Bahn auf den verschneiten Strecken nicht mehr mit dem Räumen hinterherkommt, sind viele Verbindungen unterbrochen.

In der sächsischen Stadt Chemnitz finden bis zum 14. Januar aus Sicherheitsgründen keine Beerdigungen auf dem Städtischen Friedhof statt. Alle bis Montag geplanten Beisetzungen wurden abgesagt. Wegen der hohen Schneebruchgefahr bleibe der Friedhof vorerst geschlossen.

Im Kampf gegen die Schneemassen in Bayern hoffen die Rettungskräfte auf besseres Wetter am Freitag. Laut Vorhersagen sollen die Schneefälle vorübergehend etwas nachlassen. In weiten Teilen Österreichs ist die Lawinengefahr leicht von Stufe fünf auf vier gesunken.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Hoffentlich wird auch an die Fütterung der Wildtiere gedacht, die bei soviel Schnee nichts mehr zum Fressen finden, ein Weiterkommen im tiefen Schnee unmöglich. Kostet enorm viel Energie.
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Bei dem Wort Katastrophenfall denke ich umgehend an eine Katastrophe. Ich weiss nicht, wie es den anderen Lesern geht. Deshalb finde ich diese Bezeichnung etwas übertrieben. Ja, ich weiss, diese Gemeinden haben aus organisatorischen Gründen den Katastrophenfall ausgerufen. Das sollte man dann aber auch dazuschreiben. Eine Katastrophe ist für mich etwas anderes.
    MfG
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