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Machtpoker bei der WHO
Aus Tagesschau vom 18.05.2020.
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Kritik am Umgang mit Covid-19 WHO verspricht Überprüfung des Umgangs mit Coronavirus

  • Eine unabhängige Expertengruppe hat angesichts der Coronakrise eine Überarbeitung von Vorschriften bei der Weltgesundheitsorganisation WHO angeregt.
  • Gleichzeitig fordert die Europäische Union eine unabhängige Untersuchung des Umgangs der Organisation mit der Pandemie.
  • Die WHO kündigte an, diese Untersuchung baldmöglichst zu starten.

Die WHO plant eine unabhängige Überprüfung des Umgangs mit der Coronavirus-Pandemie und bekommt dafür Unterstützung aus China. Eine solche Untersuchung solle zum frühestmöglichen Zeitpunkt starten, kündigte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus zu Beginn der virtuellen Jahresversammlung der Genfer Organisation an. «Wir alle können Lehren aus dieser Pandemie ziehen. Jedes Land und jede Organisation muss seine Reaktionen überprüfen und aus den Erfahrungen lernen.» Der Resolutionsentwurf der EU wird von 116 der 194 Mitgliedsstaaten unterstützt.

Reiseempfehlungen sollen überdacht werden

Das unabhängige Gremium, das die WHO-Arbeit bei Notlagen überwachen soll, forderte in einem ersten Bericht ein Überarbeiten der Grenz- und Reiseempfehlungen. Zudem fordert der Bericht eine Überarbeitung des Systems der Erklärung einer «gesundheitlichen Notlage von internationaler Bedeutung». Viele Länder hätten darauf nicht angemessen mit Vorbereitungen reagiert. Besser sei vielleicht ein Alarmsystem mit mehreren Stufen.

USA schiessen erneut gegen WHO

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Die USA haben ihre Attacken gegen China und die WHO fortgesetzt. Während die US-Regierung Staats- und Regierungschefs aus China, Deutschland und anderen Ländern am Montag zum Auftakt der WHO-Jahresversammlung zunächst das Feld überliess, griff Aussenminister Mike Pompeo später aus Washington erneut an. Er warf Peking fortgesetzte Manipulationen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie vor. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus stehe unter chinesischem Druck und sei nicht unabhängig. Die WHO habe versagt, legte US-Gesundheitsminister Alex Azar nach.

Fehlende Reisewarnungen sind ein Kernpunkt der US-Kritik an der WHO. Nur weil Chinas Grenzen nach dem Corona-Ausbruch offen blieben, habe sich das Virus um die Welt verbreiten können. Präsident Donald Trump wirft der WHO vor, vor China zu buckeln. Er hat die US-Beiträge an die Organisation gestoppt und eine Untersuchung eingeleitet, um vermeintliche Fehlleistungen der WHO zu untersuchen.

Grafik zeigt Informationen zur WHO

SRF 4 News, 18.05.2020, 19.00 Uhr;

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer  (Ida Fiischer)
    Weshalb kümmert sich niemand um 16719 Tonnen giftige Chemikalien die in die Umwelt freigesetzt werden und uns alle kränker machen? Oder die 186 164 saisonalen Grippetoten die 3150 457 Krebsverstorbenen stand heute? Bei einer 0.022 Sterberate an Corona sind diese Massnahmen ein Witz. Kehrt endlich zur Normalität zurück.Früher zählte man die Todesfälle heute die Ansteckungen. WESHALB ?????? Wollen wir jetzt jedes Jahr eine Pandemie ausrufen oder gar diesen sog, Notstand für immer beibehalten.
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    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Ihre Sterberatenangabe ist nachweislich falsch, Sie sollten das nochmals nachschauen damit Sie sich wenigstens eine faktenbasierte Meinung machen können. Was soll das heissen es kümmert sich niemand um x,y,z. Schauen Sie sich mal die Investitionssumme im z.B. Krebssektor an und dann müssen Sie ihre Aussagen vlt auch revidieren.
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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Es hat Strategie der USA, Trump, Vom eigenen Unvermögen und Fehlern abzulenken. Nichts Neues aus den USA....as business usual...ausser dass Trump ein Malariamittel nimmt fas Nebenwirkungen hat und das Schlimme ist, dass Bolsonaro hier auch schon auf den Zug aufspringt....
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  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Aus meiner Sicht als medizinisch-mikrobiologisch-pharmazeutischer Laie gibt es eine Haupt-Baustelle: Die Entwicklung von Impfstoffen gegen neu aufgetauchte Viren muss drastisch beschleunigt werden.
    Wie? Keine Ahnung! Straffen der langwierigen Zulassungsprozesse? Mehr Mittel für die Forschung zur Verfügung stellen? Internationale Kooperation fördern und/oder fordern (auch mit gewissem Zwang)? Lasst bei der WHO und den Pharma-Unternehmen eure kreative Fantasie walten!
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    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Ja, ausser: der Zulassungsprozess darf nicht abgekürzt werden. Er ist langwierig weil es komplex ist, sicher sein muss und sorgfältig analysiert werden muss. Es muss sicherhestellt werden, dass eine Impfung/Therapie sicher und effektiv ist bevor sie flächendeckend angewendet wird.
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