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Zahl der Corona-Toten im Iran steigt dramatisch
Aus Tagesschau vom 03.08.2020.
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Coronavirus weltweit Die internationale Lage in der Übersicht

  • Weltweit haben sich mehr als 18.3 Millionen Menschen angesteckt. Es gibt über 694'000 Todesfälle.
  • In den USA haben sich rund 4.7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Kein Land weist mehr Fälle auf.
  • Indien meldet als drittes Land nach den USA und Brasilien mehr als 1.8 Millionen Ansteckungen.
  • Die Zahl der Neuansteckungen in Polen und auf den Philippinen erreicht Höchstwerte.
  • Seit dem 3. Juli müssen sich in die Schweiz Einreisende aus gewissen Regionen in eine zehntägige Quarantäne begeben. Die Liste der Risikoländer, Link öffnet in einem neuen Fenster wurde am 22. Juli auf 42 Länder erweitert.
  • Hier finden Sie die Fallzahlen weltweit.
  • Hier finden Sie die Fallzahlen in der Schweiz.

Länder im Vergleich

Mit der unten stehenden Grafik lässt sich die Verbreitung von Covid-19 in bis zu sechs Ländern miteinander vergleichen – so gut wie es die Daten eben hergeben. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, zeigen wir sowohl neu gemeldete Infektionszahlen als auch Todesfälle im Durchschnitt über sieben Tage. Die logarithmische Skala ermöglicht einen besseren Vergleich der Trendlinien – falls Sie aber eine lineare Skala bevorzugen, können Sie diese auswählen.

Nordamerika

USA: US-Präsident Donald Trump geht von einem Coronavirus-Impfstoff «weit vor Ende des Jahres aus». Nähere Einzelheiten gab er nicht bekannt. Die USA befinden sich nach Einschätzung der Beraterin des Präsidialamtes, Deborah Birx, in einer «neuen Phase» der Coronavirus-Pandemie. «Was wir heute sehen, unterscheidet sich von März und April», sagte sie dem Sender CNN. Das Virus sei «ausserordentlich weit verbreitet» in ländlichen und städtischen Gebieten.

Inzwischen sind knapp 155'500 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das zeigen Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Die Opferzahl in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, ist weltweit die höchste in absoluten Zahlen.

Europa

Deutschland: Nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund hat die zweite Corona-Welle Deutschland bereits erfasst. «Wir befinden uns schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle», sagte die Vorsitzende Susanne Johna der «Augsburger Allgemeinen». Die Spitäler seien darauf vorbereitet. Sie mahnte eindringlich, sich weiter an die Regeln zu halten.

Die Gesamtzahl der Fälle in Deutschland liegt bei knapp 211'300. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 9156. In Berlin demonstrierten am Samstag tausende Menschen gegen die Maskenpflicht zum Schutz vor Corona-Ansteckungen.

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll eine kostenfreie Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten noch in dieser Woche in Kraft treten. Maskenpflicht herrscht im ÖV, in Geschäften und Restaurants, zudem kann sich die Bundesregierung eine Maskenpflicht an Schulen vorstellen. Grossveranstaltungen bleiben bis mindestens Ende Oktober mit einigen Ausnahmen verboten.

Um weitere Infektionen in Fleischfabriken zu verhindern, hat die Regierung ein Gesetz beschlossen, dass die Arbeitsbedingungen in der Branche verbessern soll.

Italien: In Italien könnten einer Studie zufolge sechsmal so viele Menschen dem Coronavirus ausgesetzt worden sein wie bislang bekannt. Demnach sind bei 1.5 Millionen Menschen oder etwa 2.5 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen das Virus vorhanden, heisst es in einer vom Gesundheitsministerium und dem Statistikamt Istat veröffentlichten Erhebung. Das Ergebnis basiere auf Tests bei 64'660 Menschen. Dabei hätten fast 30 Prozent der Menschen mit Antikörpern keine Symptome aufgewiesen.

Die Regierung hat den coronabedingten Notstand bis zum 15. Oktober verlängert. Der Notstand gilt in Italien seit knapp sechs Monaten. Im öffentlichen Verkehr, in Geschäften und anderen Innenräumen gilt eine Maskenpflicht. Auf der Mittelmeerinsel Capri hat der Stadtpräsident von Capri eine Maskenpflicht für Wochenenden erlassen. Damit reagiert er auf die ausgelassenen Feiern und will zu Beginn der Feriensaison möglichen Risiken vorbeugen. Ihre Ferien lassen sich die Italiener trotzdem nicht nehmen.

Österreich: Im östlichen Nachbarland, das eine ähnlich grosse Bevölkerungszahl hat wie die Schweiz, haben sich knapp 21'400 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 718 Personen sind verstorben.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober präsentierte ein neues Corona-Ampelsystem, das einzelne Bezirke in vier Risikostufen unterteilt.

Seit dem 24. Juli muss nebst dem ÖV auch in Supermärkten, Bank- und Postfilialen wieder eine Schutzmaske getragen werden. Die Einreise aus Risikogebieten ist nur mit negativem Coronatest eines anerkannten Labors erlaubt. Besorgt zeigt sich die Regierung wegen Dutzender Neuinfektionen im oberösterreichischen Tourismusort St. Wolfgang.

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Aus dem Archiv: Österreich weitet Maskenpflicht wieder aus
Aus Tagesschau vom 24.07.2020.
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Die österreichische Wirtschaft ist durch die Corona-Massnahmen massiv geschrumpft: nach Berechnung von Ökonomen um 12.8 Prozent. Die Rezession im zweiten Quartal habe ein historisches Ausmass, teilt das Wirtschaftsforschungsinstitut in Wien mit.

Frankreich: Französische Wissenschaftler halten eine zweite Corona-Welle im Herbst oder Winter für sehr wahrscheinlich. Frankreich habe die Lage unter Kontrolle, erklärt der führende Wissenschaftsausschuss. In den vergangenen beiden Wochen hätten aber die Infektionszahlen deutlich zugenommen.

Im südfranzösischen Nizza müssen Schutzmasken künftig auch an vielen Orten im Freien getragen werden. Dazu zählen laut Bürgermeister Christian Estrosi Abschnitte der bei Touristen beliebten Strandmeile Promenade des Anglais. Nizza zieht damit mit mehreren anderen grossen französischen Städten gleich.

Die Regierung will kostenlose Tests bereitstellen und sieben Millionen bedürftige Menschen mit kostenlosen Schutzmasken versorgen. Seit dem 19. Juli gilt eine verschärfte Maskenpflicht. In öffentlichen Innenräumen muss eine Schutzmaske getragen werden. Dafür haben in weiten Teilen des Landes Strände, Campingplätze und Ferienhäuser für Touristen wieder geöffnet.

Serbien: 350 Ärzte werfen der Regierung Versagen beim Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Sie kritisieren in einem offenen Brief, dass die Regierung die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu abrupt gelockert habe.

Präsident Aleksandar Vucic hatte Ausgangssperren angekündigt, diese nach heftigen Protesten jedoch zurückgezogen. Die anhaltenden Proteste richten sich nicht nur gegen die Coronapolitik Vucics, sondern auch gegen seinen autoritären Führungsstil. Die EU-Einreisebeschränkungen für Serbien gelten weiterhin.

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Aus dem Archiv: Keine Ferien in der Heimat
Aus Tagesschau vom 26.07.2020.
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Kosovo: Der Ministerpräsident des Kosovo hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus angesteckt. Er habe keine Symptome ausser einem sehr schwachen Husten, teilte Avdullah Hoti auf seiner Facebook-Seite mit. Er werde sich für zwei Wochen zu Hause unter Quarantäne stellen. Hoti wird vorgeworfen, nicht genug im Kampf gegen das Virus zu unternehmen. Im Kosovo sind rund 9000 Menschen nachweislich infiziert, rund 250 Menschen starben.

Spanien: In Spanien ist der internationale Tourismus im Juni nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen 98 Prozent weniger Reisende in das Land, wie die Nationale Statistikbehörde mitteilt. Im ersten Halbjahr zählte Spanien 10.8 Millionen Besucher aus dem Ausland – das sind rund 72 Prozent weniger gewesen als im gleichen Zeitraum 2019.

Spaniens Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal um historische 18.5 Prozent eingebrochen. Das ist ein viermal höherer Wert als in der Finanzkrise. Gegenwärtig besonders betroffen sind die Regionen Katalonien und Aragon sowie die Hauptstadt Madrid. Die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen liegt bei rund 297'000 Fällen.

Auf die ansteigenden Fallzahlen hat Grossbritannien reagiert: Seit dem 27. Juli müssen Einreisende aus Spanien für zwei Wochen in Quarantäne. In der Schweiz steht Spanien zurzeit (noch) nicht auf der Liste der Risikoländer.

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Aus dem Archiv: Kommt Spanien bald auf die Risikoländer-Liste?
Aus Tagesschau vom 26.07.2020.
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Für Touristen gilt: Vor Reiseantritt muss ein Online-Formular ausgefüllt werden. Zudem gibt es eine Kontrolle des Gesundheitszustands. In Katalonien gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum.

Grossbritannien: Grossbritannien führt Covid-19-Schnelltests ein. Innerhalb von 90 Minuten könne das Virus nachgewiesen werden, erklärte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Rund 5.8 Millionen DNA- und 450'000 Abstrichtests sollen zur Verfügung stehen.

Im Norden Englands sind striktere Massnahmen verhängt worden. So dürfen sich Mitglieder verschiedener Haushalte nicht mehr in Innenräumen treffen. Hancock begründete diesen Schritt mit den steigenden Infektionszahlen, für die der Kontakt unter Mitgliedern verschiedener Haushalte besonders verantwortlich seien.

Wegen gestiegener Infektionszahlen verschiebt der britische Premierminister Boris Johnson die nächsten Schritte bei den Lockerungen der Beschränkungen in England um mindestens zwei Wochen.

Grossbritannien ist mit knapp 46'300 Todesfällen das von der Pandemie am schwersten betroffene Land Europas. Die Regierung publiziert jedoch keine täglichen Opferzahlen mehr und will die Berechnungsmethode überprüfen. Grund sind Bedenken, dass die veröffentlichten Todesfallzahlen übertrieben hoch sein könnten.

Griechenland: In Griechenland müssen seit Dienstag auch an Deck der Fähren zu den griechischen Inseln Masken getragen werden. Die Massnahme gilt bis zum 18. August. Die Reisesaison erreicht derzeit ihren Höhepunkt. Vergangene Woche führte Griechenland eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Gebäuden ein. Draussen müssen sie getragen werden, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Eine Einreise ist aus 29 Staaten – auch der Schweiz – ohne Quarantäne möglich. Tavernen, Bars und Hotels sind wieder geöffnet. Alle Reisenden nach Griechenland müssen sich mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet, welche Reisenden einen Coronatest machen müssen.

Schweden: Trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen hat Schweden noch immer vergleichsweise hohe Corona-Fallzahlen. Inzwischen steht Schweden nicht mehr auf der Schweizer Liste der Risikoländer.

Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger offen – die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Reisebeschränkungen. Jedoch gilt eine Teilnehmergrenze von 50 Personen für öffentliche Versammlungen.

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Aus dem Archiv: Wie sich Schwedens Sonderweg auswirkt
Aus 10vor10 vom 22.07.2020.
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Norwegen: Der norwegische Kreuzfahrtbetreiber Hurtigruten stellt nach dem Ausbruch des Coronavirus auf einem seiner Schiffe bis auf Weiteres alle Kreuzfahrten ein. Mindestens 40 Passagiere und Crewmitglieder der «Roald Amundsen» waren zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Norwegen begrenzt den Landgang für die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen mit mehr als hundert Menschen an Bord. Im Land gibt es bisher über 9300 registrierte Infektionen und 256 Todesfälle.

Polen: Der verstärkte Anstieg bei den Infektionszahlen in Polen hält an. Das Gesundheitsministerium gab die Zahl der nachgewiesenen Neuansteckungen am Dienstag mit 680 an – ein neuer Höchstwert. Insgesamt sind bisher 48'149 Corona-Infektionsfälle bestätigt. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 1738. Die Regierung führt den Anstieg auf Virusausbrüche unter Bergarbeitern und auf wieder vermehrte Kontakte in der Bevölkerung zurück. Sie denkt über obligatorische Tests für Reiserückkehrer und eine Quarantäne für Einreisende aus bestimmten Ländern nach.

Russland: Nach den USA, Brasilien und Indien weist Russland die vierthöchste Ansteckungszahl aus. Die Zahl der Infektionsfälle liegt bei rund 860'000. Insgesamt gibt es über 14'300 Todesfälle. Doch der Rückgang bei den Neuinfektionen hält an. Die Behörden meldeten am Dienstag 5159 Neuansteckungen. Damit bleiben die Neuinfektionen seit dem 20. Juli unter der Marke von 6000.

Russland will einem Medienbericht zufolge bereits im Oktober mit einer Massenimpfkampagne beginnen. Die Vorbereitungen dazu liefen, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko laut der Nachrichtenagentur RIA. Ärzte und Lehrer sollten als Erste geimpft werden.

Naher Osten

Ägypten: Das Land meldete am Freitag mit 321 Neuinfektionen die wenigsten Ansteckungen seit dem 3. Mai. Momentan liegt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle bei rund 94'600. Ägypten hatte am 1. Juli seine Ferienorte wieder für ausländische Touristen geöffnet, nachdem der für das Land am Nil wichtige Tourismus im März aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung des Virus-Ausbruchs zum Erliegen gekommen war. Für die EU gilt Ägypten in der Coronakrise allerdings noch nicht als sicheres Reiseland.

Saudi-Arabien: Mit rund 280'000 gemeldeten Infektionen und mehr als 2900 Toten ist Saudi-Arabien im Vergleich zu anderen Ländern im arabischen Raum besonders stark vom Coronavirus betroffen.

Erstmals in der modernen Geschichte des Landes durften nur Inländerinnen und Inländer unter strengen Auflagen an der grossen Pilgerfahrt Hadsch teilnehmen.

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Die muslimische Wallfahrt Hadsch beginnt unter strengen Auflagen.
Aus Tagesschau vom 29.07.2020.
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Israel: Insgesamt wurden bislang rund 75'000 Infizierte registriert. 554 Menschen starben nach einer Corona-Infektion. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird für sein Krisenmanagement stark kritisiert, in den vergangenen Tagen wurde mehrfach gegen ihn demonstriert.

Protestierende tragen Schutzmasken und halten Israels Landesflagge.
Legende: Die Proteste der Israelis gegen die Coronapolitik von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu halten an. Reuters

Die israelische Regierung hat als Reaktion auf die Proteste eine Einmalzahlung für viele Bürger gebilligt, um deren Finanznöte während der Coronakrise zu lindern. Fast jeder Israeli soll demnach eine Zahlung von umgerechnet rund 200 Franken erhalten.

Türkei: Das Land verzeichnet knapp 234'000 Infizierte und hat die Maskenpflicht ausgeweitet. In den Metropolen Istanbul, Ankara, Bursa und weiteren Städten und Provinzen müssen die Einwohner auch im Freien Masken tragen.

Die Türkei hatte die Pandemie zunächst mit strikten Massnahmen eingedämmt. Am 1. Juni waren die Restriktionen gelockert worden. Cafés, Restaurants, Hallenbäder, Sportstudios und Kindergärten sind wieder geöffnet. Auch Strände, Parks und Museen sind wieder zugänglich. Der Flugverkehr mit 31 Staaten wurde wieder aufgenommen – nun auch mit Russland als wichtigstem Herkunftsland für den Tourismus.

Lateinamerika

Eine Frau auf einer Trage wird von drei Pflegern in Schutzausrüstung in einen Krankenwagen verfrachtet.
Legende: Brasilien ist nach den USA das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land. Über 2.7 Millionen Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Reuters

Brasilien: Präsident Jair Bolsonaro fühlt sich nach seiner Corona-Infektion «etwas schwach» und nimmt Antibiotika. Das sagte er am Donnerstag in einer Liveübertragung in sozialen Netzwerken mit. Inzwischen wurden auch seine Ehefrau und sein Stabschef, Armeegeneral Walter Souza Braga Netto, positiv auf das Virus getestet.

Insgesamt gibt es über 2.7 Millionen bestätigte Infektionen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle liegt bei rund 94'700. Dennoch lockerte Brasilien die Einreisesperre. Die Strände von Rio de Janeiro bleiben für Schwimmer und Sonnenbadende jedoch geschlossen. Auch die Silvesterparty an der Copacabana ist abgesagt. Ein geschlossenes Museum in São Paulo geht derzeit einen besonderen Weg:

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Aus dem Archiv: Die Drive-through-Galerie in Sao Paulo
Aus Tagesschau vom 25.07.2020.
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Peru: Im Andenstaat galten seit Beginn der Krise strenge Ausgangsbeschränkungen, trotzdem verzeichnet Peru nach Brasilien und Mexiko die meisten Infektionen in Südamerika. Seit Anfang Juli hat die Regierung erste Massnahmen gelockert, unter anderem für den Bergbausektor. Auch Geschäfte haben mit Einschränkungen wieder geöffnet.

Chile: Gemessen an der Anzahl Todesfälle pro Million Einwohner ist das Land noch vor Peru und Brasilien in Südamerika am stärksten betroffen. Dennoch hat der Gesundheitsminister schrittweise Lockerungen eingeleitet. Seit dem 28. Juli können Menschen in gewissen Stadtteilen ihre Häuser wieder ohne Spezialbewilligung verlassen. Santiago hatte einen der weltweit längsten und striktesten Lockdowns.

Immer wieder gab es heftige Proteste, weil die Menschen seit Wochen nicht mehr zur Arbeit können und kaum eine soziale Absicherung besteht. Die Regierung unterstützt Hilfsbedürftige mit umgerechnet rund 118 Franken im Monat. Bis auf Weiteres dürfen keine Touristen ins Land reisen.

Gestapelte Särge.
Legende: In der Hauptstadt Chiles stapeln sich die Särge von Menschen, die an den Coronavirus-Folgen gestorben sind. Keystone

Bolivien: Nach der bolivianischen Interimspräsidentin Jeanine Áñez hat sich auch der Wirtschaftsminister des südamerikanischen Landes mit dem Coronavirus angesteckt – als bereits vierter Minister in diesem Monat. Die Pandemie nimmt immer dramatischere Ausmasse an. Hunderte Leichname von Coronaopfern wurden laut Polizei zuletzt landesweit geborgen.

Mexiko: Die Behörden meldeten am Samstag mit 9556 Infektionen einen neuen Tagesrekord. Inzwischen liegt die Zahl der Infizierten bei knapp 444'000. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben insgesamt 48'000 Patienten. Mexiko ist das Land mit den sechst meisten bestätigten Coronafällen.

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Aus dem Archiv: Mexiko-Ferien mitten in der Krise
Aus Tagesschau vom 20.07.2020.
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Asien

China hat die Reiserestriktionen in Ürümqi, der Hauptstadt der westlichen Provinz Xinjiang, verschärft, nachdem dort am Freitag 112 neu registrierte Fälle gemeldet wurden. Auch in Dalian gibt es grössere Ausbrüche. Vergangene Woche meldete die Gesundheitskommission in Peking Höchstwerte an Neuinfektionen seit drei Monaten.

Vorwürfe der USA, dass China in einen Hacker-Angriff auf den US-Impfstoffentwickler Moderna verwickelt ist, hat Chinas Aussenministerium als haltlose Anschuldigungen zurückgewiesen.

Hongkong: China entsendet ein 60-Personen-Team nach Hongkong, das angesichts steigernder Ansteckungen umfangreiche Virustests durchführen soll. Ein Messegelände soll zur Aufnahme von Covid-19-Patienten eingerichtet werden. Damit werden zum ersten Mal Experten vom Festland in der Sonderverwaltungszone zur Bekämpfung der Seuche eingesetzt.

Hongkong verschiebt die geplante Parlamentswahl vom 6. September um ein Jahr. Das teilte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam am Freitag mit und gab als Grund die steigenden Infektionszahlen an. Für die Demokratiebewegungsanhänger ist das ein weiterer Rückschlag, hofften sie doch bei der Wahl auf grosse Sitzgewinne.

Die Regierung verschärfte zudem die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Es sind nur noch Treffen von maximal zwei Personen erlaubt. Restaurants dürfen nur noch Take-Away-Produkte anbieten. Ausserdem gilt nicht nur im ÖV eine Maskenpflicht, sondern an allen öffentlichen Orten.

Vietnam: Wegen strenger Massnahmen war das Land bisher erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie und war das bevölkerungsreichste Land der Welt, das noch keinen Covid-19-Todesfall zu beklagen hatte. Am Freitag teilten die Behörden aber mit, dass ein erster Todesfall wegen Covid-19 zu beklagen sei, inzwischen gibt es acht Todesfälle.

Ein Mann im Schutzanzug testet eine junge Frau auf das Coronavirus.
Legende: Zehntausende Vietnamesen, die zuvor den Corona-Hotspot Da Nang besucht hatten, wurden in den letzten Tagen in Hanoi auf das Virus getestet. Reuters

Indien: Der indische Innenminister Amit Shah ist positiv auf das Coronavirus getestet und ins Spital eingeliefert worden. «Ich bitte Sie alle, die in den letzten Tagen mit mir in Kontakt gekommen sind, sich zu isolieren und sich testen zu lassen», schreibt Shah in einem Tweet. Er ist ein enger Mitarbeiter von Regierungschef Narendra Modi und einer der mächtigsten Politiker des Landes.

Mittlerweile haben sich über 1.8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt bei rund 39'000. Indien verzeichnet nach den USA und Brasilien die höchste Infektionszahl weltweit. Indische Parteien werben daher auf sozialen Medien weiterhin für Schutzmassnahmen.

Ein Corona-Antikörpertest im Auftrag der indischen Regierung hat ergeben, dass 57 Prozent der Bewohner von drei Slums in der Millionenmetropole Mumbai Antikörper gegen Covid-19 im Blut haben. Diese Zahlen sind deutlich höher als die offiziellen Coronazahlen, viele Infizierte sind demnach nie erfasst worden.

Iran: Laut einer anonymen Quelle werden die Corona-Zahlen massiv geschönt. So soll die Zahl der bestätigten Infizierten bei rund 500'000 und nicht nur bei 300'000 liegen. Nach den Lockerungen Ende Mai wurden die Corona-Vorschriften und besonders die Maskenpflicht landesweit nicht mehr ernst genommen. Dies führte zu einem dramatischen Anstieg der Fallzahlen.

Der iranische Ärzteverband schlägt Alarm, weil 140 Ärzte und Pflegende im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben seien und sich mehr als 6000 mit dem Coronavirus infiziert hätten.

Japan: Am Freitag sind erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Nachdem bisher vor allem die Hauptstadt Tokio einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen verzeichnet hatte, erleben nun auch andere Metropolen wie Osaka oder die Präfektur Aichi Rekordzuwächse bei Coronafällen.

Die Stadtpräsidentin von Tokio kündigte am Freitag an, für die japanische Hauptstadt wieder den Notstand auszurufen, falls sich die Situation weiter verschlechtern sollte.

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Aus dem Archiv: Heute hätten die Olympischen Spiele begonnen
Aus Tagesschau vom 23.07.2020.
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Philippinen: Mit 6352 Neuinfektionen meldete das Gesundheitsministerium den fünften Tageshöchstwert innerhalb von sechs Tagen. Wegen der stark steigenden Ansteckungszahlen trat am Dienstag für die Hauptstadt Manila und benachbarte Provinzen ein neuer Lockdown in Kraft, den Präsident Rodrigo Duterte am Sonntagabend angekündigt hatte und der für zwei Wochen gelten soll. Er betrifft 28 Millionen Menschen, etwa ein Viertel der Bevölkerung des Inselstaates. Die Behörden hatten erst Anfang Juni die Mitte März verhängten Kontaktbeschränkungen gelockert. Seitdem haben sich die Infektionszahlen auf 112'593 mehr als versechsfacht und die Zahl der Todesfälle auf rund 2100 mehr als verdoppelt.

In Südostasien ist nur Indonesien stärker von der Pandemie betroffen. Dort liegt die Zahl der bestätigten Infektionen bei rund 115'000, die Zahl der Todesfälle bei knapp 5400.

Afrika

Die Infektionszahlen steigen auch in Afrika weiter stark an. Die WHO zeigt sich besorgt: Ohne Eindämmung könnten auf dem Kontinent im ersten Jahr bis zu 190'000 Menschen an Covid-19 sterben.

Südafrika: In Afrika rangiert Südafrika mit knapp 517'000 bekannten Coronafällen an erster Stelle – weltweit ist Südafrika das am fünft stärksten betroffene Land. Über 8500 Menschen sind in dem rund 57.8 Millionen Einwohner zählenden Land an den Folgen des Virus gestorben. In Südafrika wird derzeit ein möglicher Impfstoff getestet.

Marokko: Nach einem sprunghaften Anstieg der Fälle hat Marokko am vergangenen Montag mehrere Städte erneut abgeriegelt, darunter Casablanca. Die Menschen halten sich laut Regierung zu wenig an die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln.

Flughafenmitarbeiter tragen eine Schutzmaske.
Legende: Maske ist Pflicht: Gepäckkontrolle am Internationalen Flughafen von Casablanca. Keystone

Australien

Australien: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden im australischen Bundesstaat Victoria den Katastrophenzustand ausgerufen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zudem dürfe nur noch eine Person aus jedem Haushalt einmal am Tag einkaufen gehen, sagt Victorias Regierungschef Daniel Andrews. In Melbourne, der Hauptstadt Victorias, dürfen sich die Menschen nicht mehr als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Es sind die bislang strengsten Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen im Bundesstaat zur Eindämmung des Coronavirus. Sie sollen bis Mitte September gelten. Wer dagegen verstösst, dem drohen hohe Bussgelder von umgerechnet bis zu 3000 Franken.

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Corona-Notstand im australischen Victoria
Aus Tagesschau vom 02.08.2020.
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SRF 4 News, 4.8.2020, 10 Uhr;

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