Hafen Hamburg (2/4)

In der zweiten Folge wird das riesige Containerschiff Chicago Express innerhalb von 48 Stunden ent- und wieder beladen. Der Intendant der Staatsoper Hamburg, Georges Delnon, ist im Premierenstress. Und Journalistin Sara Lisa Schäubli macht sich auf eine Recherchetour im Paddelboot.

Im Hafen Hamburg werden die tonnenschweren Container vollautomatisch durch das Terminalgelände transportiert, darunter auch eine Transportbox für das Unternehmen «On Running» in der Schweiz. Die Firma wartet dringend auf eine Lieferung Laufschuhe aus Asien.

Der Intendant der Staatsoper Hamburg, Georges Delnon, ist im Premierenstress. Kurz vor der Uraufführung von Gustav Mahlers 8. Sinfonie in der Elbphilharmonie wird Stardirigent Kent Nagano krank und fällt aus. Innerhalb kürzester Zeit muss ein neuer Dirigent her. Alle Last liegt nun auf den Schultern von Georges Delnon.

Die Journalistin Sara Lisa Schäubli begibt sich auf Recherchetour für einen neuen Artikel. Sie hat den Auftrag bekommen, einen Beitrag über die besten Paddeltouren auf den Gewässern der Metropole zu schreiben. Der Artikel könnte der lang ersehnte Durchbruch auf dem Weg zur etablierten Journalistin in Hamburg sein.

Thomas Gisiger, Betreiber des Theaters 2te Heimat, nimmt sich eine kleine Auszeit vom Alltagsstress. Sein Weg führt ihn in den Hafen, an den Elbstrand. Ein Ort, der ihn inspiriert. Ideal, um an seinem neuen Stück über Kreuzfahrtreisen zu tüfteln.

Währenddessen schraubt Ursula Richenberger an uralten Maschinen. Die Schweizerin leitet das Hafenmuseum – mitten im Containerhafen gelegen. Dort, wo das Alte noch konserviert, gehegt und gepflegt wird. Sie bereitet sich mit ihrem Team aus ehemaligen Hafenarbeitern und Seeleuten auf den Besucheransturm vor.

Auch der ehemalige Kapitän Jürg Niklaus ist im Containerhafen unterwegs. Er besucht den Seefahrerklub Duckdalben, in dem sich die Besatzung der riesigen Frachtschiffe treffen. Die meisten Schiffe machen für maximal zwei Tage in Hamburg fest, der Klub ist eine Heimat auf Zeit, weit weg von Heimat und Familien der Seeleute. Jürg will die jungen Männer und Frauen unterstützen, schliesslich hat er selbst dieses Leben gelebt und weiss, was die Matrosen brauchen.

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